Die meisten Frauen lieben sie: eine sanfte Fußmassage. Sie beruhigt und stimuliert und kann den Energiefluss wieder in Gang bringen. Besonders wohltuend und krampflösend sind sie als Unterstützung für den weiblichen Zyklus.
Fußreflexzonenmassagen
Viele Kulturen nutzen die Kunst der Fußreflexzonenmassage schon lange, um über die Füße Einfluss auf die Gesundheit zu nehmen. Piktogramme aus Ägypten zeigen bereits erste Hinweise auf Therapien über die Füße.
Die Reflexzonentherapie wird erfolgreich bei vielen Beschwerden angewendet, weil sie nicht nur auf die Symptome eingeht, sondern auch versucht, mögliche funktionelle Störungen zu erfassen, wie zum Beispiel Fehlfunktionen im Hormonsystem, Magen-Darm-Probleme oder Stoffwechselbeschwerden. Bereits eine achtsame, wohlwollende und aufmerksame Berührung deiner Füße wirkt tief und ist sehr wertvoll.
Die vorgestellten Maßnahmen ersetzen jedoch keine Diagnostik oder Therapie durch medizinische Fachkräfte.
Reflexzonentherapie für die Frauengesundheit
Besonders für Frauen sind die hier aufgeführten Übungen sehr unterstützend. Durch die bewusst gesetzten Massage- und Dehngriffe sowie Streichungen in den Zonen, die das Frausein ausmachen, kannst du einen wichtigen Beitrag zu deiner Gesunderhaltung leisten: Hormonsystem, Immunsystem und Lymphsystem bilden einen kraftvollen Dreiklang. Das eine System unterstützt das andere und hat Einfluss darauf. Mit dem Wissen um die Zuordnungen in den Reflexgebieten sendest du diese Information, verknüpft mit einer Portion Selbstliebe und Achtsamkeit, über die Griffe auf den Weg in dein Regulationssystem. So wird das natürliche Gleichgewicht des Organismus wiederhergestellt – präventiv sowie zur Unterstützung oder Aktivierung von Heilprozessen.
Wichtigste Massagegriffe für dein Wohlergehen
Mit folgenden Massagegriffen behandelst du deine Reflexzonen gezielt. Los geht’s:
1Beckenboden-Power
Lege einen Fuß auf den anderen Oberschenkel. Umfasse mit der gegenüberliegenden Hand dein Fersenbein (Daumen an der Außenseite). Bewege das Endgelenk des gebeugten Zeigefingers kraftvoll an der hinteren Fersenbeinkante auf und ab. Arbeite auf diese Weise den Hinterrand der inneren Ferse durch.
2Beckenwohl
Setze dich auf den Boden oder auf das Sofa und bringe die Fußsohlen aneinander. Reibe deine Hände kurz, um sie aufzuwärmen, und umfasse dann schützend und wohltuend den gesamten Ferseninnenbereich. Die Finger sind dabei entspannt. Du brauchst nichts zu tun, als einfach anzukommen und hinzuspüren. Bleibe, solange es dir guttut. Ein netter Nebeneffekt: Mit diesem Griff stärkst du die an der Innenseite des Fersengebiets liegenden Zonen deiner Beckenorgane.
3Beckenschwung
Lege die Fußsohlen aneinander oder lege einen Fuß auf den Oberschenkel des anderen Beins. Suche dir eine Position, in der du gut an den inneren Fersenbereich kommst. Streiche mit Zeige- oder Mittelfinger einer Hand sanft und flächig die Form einer liegenden Acht in das gesamte Gebiet der inneren Ferse. Der Kreuzungspunkt der Acht liegt etwa in der Mitte der Zone der Kleinbeckenorgane. Alternativ kannst du die Streichung über beide Fersen durchführen. 8–10 Mal.
4Lebensquell
Lege die Fersen aneinander und beginne an beiden Füßen gleichzeitig mit den Daumen oder den Fingerkuppen im Bereich der Beckenboden-Zone. Ziehe von hier eine Bahn unterhalb des Innenknöchels in Richtung Fußrücken.
Streiche dann im Übergang von der Fußinnenseite zum Fußrücken über den Nagelrand zur Großzehenspitze und anschließend in einer sanften Linie am Übergang von der Fußinnenseite zur Fußsohle zurück zur Beckenboden-Zone. Beginne dann wieder mit dem Weg um die Ferse herum. Führe diese Streichung 10–15 Mal aus.
KontraindikationenVerzichte auf eine Behandlung bei folgenden Anzeichen:
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Weiterlesen: Sigrid Sirocko, Sabine Neumann: Fußreflexzonenmassage – Das große Praxisbuch für Frauen. Von Blasenentzündung bis Zyklusstörungen: Selbstheilungskräfte aktivieren und Beschwerden lindern. Trias Verlag. 2025