Erst besitzt du etwas, und dann besitzt es dich … Doch wenn wir unseren Atem fließen lassen, können wir Befreiung finden. Ute Lama – Schülerin und Frau des Atem-Yoga-Lehrers Chumba Lama – über die Früchte der tibetischen Pranayama-Praxis.
Wenn wir uns von unserem Atem besitzen lassen, dann nimmt auch das pure Leben von uns Besitz. Jagen wir jedoch Klugheit, Schönheit, Besitztümern, Geld, Anerkennung, Liebe und anderem nach – dann wird unser Leben entsprechend davon vereinnahmt.
Dies ist die Essenz des tibetischen Atem-Yoga: Der Atem ist der Reiter unseres Bewusstseins. Schaffen wir es, unser Bewusstsein über den Atem zur Ruhe zu bringen, anstatt es tausend Gedanken und Vorstellungen nachjagen zu lassen, dann entfaltet sich vor uns die Leichtigkeit des Seins. Wir können über den Atem Raum und Abstand zu den vielen Nöten und Sorgen des Alltags schaffen und so das, was ist, humorvoll wahrnehmen und erleben. Entspanntes Durchatmen geht automatisch mit Humor einher. Zusammen sind sie das stärkste Gegenmittel gegen die Angst, die versucht, uns immer tiefer in den Alltag zu verstricken – mit all seinen Sorgen und Verpflichtungen.
Atmend Abstand nehmen
Immer wenn wir feststellen, dass wir uns wie ein Hamster im Rad zu drehen beginnen, dann lohnt es sich, anzuhalten und einen tiefen A