oder: Eine Erinnerung an die süße Kostbarkeit des vergänglichen Lebens – wie ein winziges Lebewesen unserem Autor eine wertvolle Lektion in Hingabe erteilte.
Es ist wieder passiert. Ich bin von einer Wespe gestochen worden – und da ich in hohem Maße allergisch bin, brachte mir dies einen kurzen Aufenthalt auf der Intensivstation ein: den nunmehr dritten. Auf dem Nachhauseweg gingen mir ein paar Gedanken durch den Kopf, die ich hier mit dir teilen möchte.
Ja, es geht mir wieder gut. Die Kombination aus mitfühlender Fürsorge und Eiscreme sowie köstlichem Pflaumenkuchen von meiner Partnerin Daisy, zuvor ein ärztlich verschriebener Cocktail hochwirksamer Chemikalien gegen den allergischen Schock, der durch meine Venen floss – all das hinterließ in mir ein Gefühl entspannter Weite und eine angenehme Gedankenleere.
Nett … Vielleicht entspricht das der auf medizinischen Drogen basierenden Vorstellung von Erleuchtung des 21. Jahrhunderts? Aber mal ernsthaft: In Momenten wie diesen ist man trotz eines gewissen alternativen Lebensstils sehr dankbar für die moderne Medizin!
Es ist erstaunlich und interessant, zu erkennen und zu erfahren, dass man durch ein kleines Insekt, von dem man – zumindest im Sommer – ständig umgeben ist, sterben kann (oder durch ein Virus, das sogar noch kleiner und gar nicht sichtbar ist), und dass man binnen eines einzigen, kurzen Augenblicks vollständig d