Sadhus entsagen konsequent dem weltlichen Besitz und widmen ihr Leben der Wahrheit hinter der Maya. Ihre ungewöhnliche Erscheinung, ihr Lebenswandel und die Gelübde, denen viele von ihnen folgen, versetzen insbesondere westliche Indien-Besucher im wieder in Erstaunen.
An Mauni Babas Hüfte baumelt ein Schwert, sonst trägt er nichts. Und nichts bedeutet: weder Kleidung noch Schuhe. Sein Blick ist ruhig, während er inmitten von hunderten Menschen steht, den Körper mit Asche bedeckt. Die Haltung: aufrecht, fast schon kämpferisch. Es wirkt respekteinflößend, wie er still dasteht, während die Menschen um ihn herum wogen. Mauni Baba gehört zu einer Gruppe von Bettelmönchen, die von den Indern als heilig betrachtet wird. Man beginnt zu erahnen, warum das so ist.
Jedem Reisenden, der Indien besucht, stechen sie ins Auge, und sie bleiben im Gedächtnis. Man fragt sich, wer sie sind – diese Männer mit ihren langen, verfilzten Haaren. Rauschebärtig, entweder nackt oder üppig geschmückt mit Gebetsketten aus Holz oder Blumenschmuck und in weite, wehende Gewänder gekleidet.
Ein Tanz in Ekstase
Eine Art von Mönch ist auch Udai, wenn auch keiner, der bettelt. Er wiegt sich im Takt zu einer Melodie, die nur er hören kann. Breitet die Arme aus, die Augen geschlossen. Dreht sich, zuckt, lächelt. Er t