Eine neue medizinische Sichtweise erklärt die Entstehung der Atemwegserkrankungen als Folge chronischer Hyperventilation und ermöglicht so eine wesentliche Linderung oder Beendigung der Beschwerden
Ein gesunder Körper ist im Gleichgewicht. Für den Blutdruck, die Körpertemperatur, den Tonus unserer Muskulatur, die Konzentration der einzelnen Hormone im Blut usw. gibt es einen jeweils optimalen Wert. Weicht der tatsächliche Wert zu weit davon ab, versucht der Körper, ihn zu regulieren. Die Regulation eines aus den Fugen geratenen Körpers ist unter Umständen mit unangenehmen Erscheinungen verbunden. Wenn wir Ungesundes zu uns nehmen, kann es zu Erbrechen und Durchfall kommen. Wenn wir unter einer Infektion leiden, bekommen wir Fieber. Wenn der Blutzuckerspiegel sinkt, haben wir Hunger.
Wir werden gleich sehen, dass viele Atemwegsbeschwerden ebenfalls als eine Maßnahme des Körpers aufgefasst werden können, um ein verlorengegangenes Gleichgewicht wieder herzustellen.
Ist Asthma eine Krankheit?
Asthma wird im allgemeinen als eine Krankheit angesehen. Es ist gekennzeichnet durch Überempfindlichkeit der Bronchien. Sie verkrampfen leicht, die Schleimhäute sind entzündet, angeschwollen und produzieren zuviel Schleim. Ähnlich ist der Zustand der Schleimhäute in der Nase bei chronisch verstopfter Nase. Bei Belastung durch körperliche Anstrengung oder durch Kontakt mit einem Allergen kommt es dann zu einer Verengung der Atemwege. Man hat einen sogenannten Asthmaanfall oder die Nase schwillt zu.