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Patanjali wird in der Ikonographie als Schlange dargestellt. Welche Legenden dahinter stehen und was die interessante Symbolik bedeutet, erfahren Sie hier Inzwischen werden Patanjali-Skulpturen als Souvenirs für die Wohnung oder als Accessoire für Yogastudios zunehmend in die westliche Welt exportiert oder bei Ebay versteigert. Aber welche Bedeutung hat die als Schlangenmensch dargestellte Figur? Was hat es mit der Ikonographie Patanjalis auf sich? Über Patanjali, den Verfasser des Yoga-Sutra, gibt es, wie so häufig bei Personen zurückliegender Epochen der indischen Geistesgeschichte, weder zuverlässige Daten noch biografische Angaben zum Aufenthaltsort, zur Familie, zum Werdegang und den Umständen seines Wirkens. Als Entstehungszeit für das einmütig ihm zugeschriebene Yoga-Sutra wird von einigen Forschern das 2. Jahrhundert vor Chr. und von anderen ein Zeitraum zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Chr. angenommen. Der erste Kommentar zum Yoga-Sutra erschien im 5. Jahrhundert; dabei handelt es sich um das Yoga-Sutra-Bhashya von Vyasa, das wiederum Gegenstand zahlreicher weiterer Kommentare wurde und inzwischen selbst ein Klassiker ist. Ein weiterer herausragender Kommentar, der Rajamartanda von König Bhoja, erschien im 10. Jahrhundert. Neben dem Yoga-Sutra soll Patanjali zuvor auch das Mahabhashya, ein Grundlagenwerk über Grammatik, sowie (nachdem er ein intensives Tanztraining absolviert und dadurch viel über die Funktionen des Körpers erfahren hatte) die Charaka-Samhita, eine Abhandlung über Ayurveda, verfasst haben. Das Yoga-Sutra entstand demnach als Krönung seines Schaffens oder – mit dem Fokus auf dem Bewusstsein – als Ergänzung zu den vorherigen Werken. Diese Position wird zumindest von B. K. S. Iyengar vertreten, und auch T. K. V. Desikachar erwähnt diese drei Werke und schreibt sie Patanjali zu. Desikachar fügt auf das Yoga-Sutra bezogen jedoch hinzu, dass Patanjali ebenso wenig der Verfasser des Yoga-Sutra sei wie Vyasa der Verfasser der Bhagavad-Gita, sehr wohl aber ein genialer Grammatiker und ein Gelehrter, der die „jahrtausendealten mündlichen Überlieferungen“ zusammentrug und kodifizierte, das heißt, […]

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