Yoga in seinem Ursprungsland, damals und heute: Ein kurzer Blick in die Geschichte des Yoga und auf seine heutige Entwicklung dort, wo alles begann.
Was ist das Ich? Was ist die Welt? Und in welcher Verbindung stehen beide? Das sind die Fragen, mit denen Yoga begann. Diese Gedanken und die Erwähnung alter Yogapraktiken finden wir vor allem in den frühen Upanishaden (einer Sammlung philosophischer Schriften in der Zeit von ca. 1000 bis 200 v. Chr.) und in Teilen des großen indischen Epos Mahabharata.
Yoga in Form von Körperübungen, den Hatha-Yoga mit Asanas und in der Form, wie wir ihn in erster Linie kennen, gab es nicht. Damals wurden drei Wege des Yoga erwähnt:
- Karma-Yoga, der Weg der Tat, bei dem der Schüler lernt, zu handeln, ohne eine Anhaftung an die Handlungsfolgen zu entwickeln.
- Jnana-Yoga, das Streben nach Erlösung durch Erkennen der letzten Wahrheit – ein Yoga für analytische Geister.
- Bhakti-Yoga, der Weg der Hingabe, der über Liebe und Verehrung zur ultimativen Wahrheit führt.
Aus den frühen Gedanken des Yoga nahm der indische Weise Patanjali seine Ideen, die er in 195 bzw. 196 kurzen Merksätzen (Sutras) zusammenfasste. Diese wurden zum zentralen Werk für den klassischen Yoga (Patanjali-Yoga), insbesondere weil er Yoga systematisch als Achtgliedrigen Pfad beschreibt. Der Achtgliedrige Pfad spielt h