Indische Götter sind mitfühlende, individuelle und sehr menschlich handelnde Wesen, die uns auf dem Weg nach innen begleiten können, um uns dort mit der Quelle unserer eigenen Weisheit in unserem Herzen in Kontakt zu bringen. Verbinden wir uns mit ihnen durch Rituale, stehen sie uns bei schwierigen Entscheidungen oder in belastenden Lebenssituationen helfend zur Seite, unterstützen unsere Yogapraxis, schenken uns in der Meditation wertvolle Inspirationen und erweitern unseren Horizont, indem sie uns in die Geheimnisse der geistigen Welt einführen.
Man sollte sich aber immer bewusst sein, wen genau man ruft und welche Eigenschaften eben dieser Gott besitzt. Dies ist allerdings gar nicht so einfach, denn die hinduistische Mythologie ist derart umfangreich und unübersichtlich, dass man beinahe den Eindruck gewinnen könnte, dass die Weisen im alten Indien verhindern wollte, dass wir uns Shiva, Vishnu und den anderen auf intellektuelle Weise nähern und sie alleine mit dem Verstand begreifen wollen. Die Botschaft der Götter lässt sich nicht mit dem Verstand erfassen. Ihre Sprache ist die Sprache der unmittelbaren Erfahrung, der Liebe und der Spiritualität.
In Indien ist es üblich, einen Hauptgott zu verehren. Trotzdem kann man auch andere Götter zur Hilfe rufen. Auch wenn also etwa Shiva als persönlicher Schutzgott angebetet wird, so w