Seit nunmehr 70 Jahren wird die weltberühmte Autobiographie eines Yogi ununterbrochen aufgelegt. Anlässlich dieses Jubiläums präsentieren wir einen Auszug aus dem berührenden Werk, das unzählige spirituell Suchende zutiefst inspiriert hat.
Die in diesem Buch so oft erwähnte Wissenschaft des Kriya-Yoga ist im heutigen Indien durch Lahiri Mahasaya, den Guru meines Gurus, weithin bekannt geworden. Die Sanskrit-Wurzel des Wortes Kriya ist kri (tun, handeln oder reagieren). Dieselbe Wurzel finden wir in dem Wort Karma (Kausalprinzip oder Ursache und Wirkung). Kriya-Yoga bedeutet also „Vereinigung (Yoga) mit dem Unendlichen durch eine bestimmte Handlung oder einen bestimmten Ritus (Kriya)”. Ein Yogi, der diese Technik getreulich übt, wird allmählich von seinem Karma, d.h. von der gesetzmäßigen Kette der Ursachen und Wirkungen, befreit.
Paramahansa Yogananda im Jahr 1949Ein fortgeschrittener Yogi verwandelt seine Körperzellen in reine Energie. Elia, Jesus, Kabir
und andere Propheten der Vergangenheit waren Meister im Kriya oder in einer ähnlichen
Technik, die es ihnen ermöglichte, ihren Körper beliebig zu materialisieren oder zu entmaterialisieren.
Kriya-Yoga ist eine einfache, psycho-physiologische Methode, mit deren Hilfe dem menschlichen Blut Kohlendioxid entzogen und Sauerstoff zugeführt wird. Diese zusätzlichen Sauerstoffatome werden in einen „Lebensstrom“ verwandelt, der das Gehirn und die Rückenmarkzentren neu belebt. Indem der Yogi die Anhäufung venösen Blutes verhindert, kann er den Verfall der Zellen r