… und dann ist da auch noch mein Liebster: Wie aus einer zunächst sehr ungewohnten Praxis Verantwortung für die eigenen Gefühle, Selbstliebe sowie die Fähigkeit zur bewussten Herzöffnung und zum Leben im Spannungsfeld von Liebe und Freiheit erwuchsen – Iris Disse über ihren Weg mit Kaula-Tantra-Yoga.
Wir können jetzt zusammen fließen, einfach so ... Es ist fast nicht möglich, Worte zu finden. Und das ist das Schöne.
Yoga
Am Anfang war der Widerstand.
Kaula-Tantra-Yoga ist langsam. Er ist meditativ. Vor allem gibt es erstmal nur eine Regel: Du sollst nicht tun. Oh je. Das ist in unserem aktiven Leben zunächst mal unattraktiv. Wie soll das gehen?
Ich fühle anfangs nicht Fülle und Entspannung, sondern angespanntes Warten. Ich liege in Shavasana und soll mich mal einfach nur auf den Atem konzentrieren: Hey, schläft mein Lehrer? Wann geht es endlich weiter ... Und nein – nicht schon wieder Shavasana, jetzt reicht es aber.
Am liebsten würde ich aufspringen, weglaufen. Ich werde eher aggressiv als entspannt, habe Fantasien, wie ich um mich schlage, wenn es noch einmal heißt: „Fließ in Shalabhasana, während du dich entspannst ... Fließ hierhin und dahin, lass dich selbst fließen ...“
So geht es vielen von uns. Andere kämpfen nicht, sie gehen in die Unterspannung, schlafen einfach ein, und werden wieder wach, w