Je tiefer ich in mein Studium eindrang, umso präsenter wurden die strukturbetonten Krankheits- und Heilungsprozesse wie „dravyaguna“ und „kayachikitsa“ in meiner therapeutisch orientierten Auseinandersetzung mit Ayurveda – mit der Erkenntnis, dass die emotionalen und psychischen Bedürfnisse des hiesigen Patienten weit über die Vorstellungskraft eines traditionellen indischen Ayurveda-Arztes hinaus gehen. Als ganzheitlich arbeitende Ayurveda-Therapeuten und -Mediziner in Europa benötigen wir eine gute psychologische und spirituelle Schulung, um unseren Behandlungs- und Beratungsauftrag lösungsorientiert zu erfüllen. Diese Erfahrung teile ich mit vielen anderen erfolgreichen Ayurveda-Kolleginnen und -Kollegen, die unabhängig voneinander weitreichende psychologische und gesprächstherapeutische Kompetenzen erworben haben und diese täglich im Rahmen ihrer ambulanten und kurativen Ayurveda-Tätigkeit einsetzen.
Die Srotas als Beziehungsnetz
Auch die Körperkanäle (srotani) werden im Rahmen der rationalen, psychologischen und spirituellen Ayurveda-Therapien mit größter Wichtigkeit beachtet: Bereits im A