Stress reduzieren durch Meditation: die wissenschaftlich gut erforschte Acem-Methode setzt dabei auf einen einfachen Meditationslaut und Toleranz gegenüber dem Gedankenstrom.
Acem-Meditation? Hier ist nicht etwa ein Druckfehler unterlaufen: es soll wirklich nicht „Atem“, sondern eben „Acem“ heißen, denn so nennt sich eine Meditationstechnik aus – und schon wieder werden Sie stutzig werden – Norwegen. Während die meisten Meditationstechniken aus dem südlichen oder östlichen Asien stammen und schon sehr alt sind, wurde die Acem-Meditation in den 1960er Jahren von norwegischen Medizinern und Psychologen entwickelt. Die möglichen Wirkungen sind offenbar dieselben wie bei den Meditationsformen, die im Yoga bekannt sind: erhöhte Energie, verbessertes Konzentrationsvermögen, geringere Anfälligkeit für Stress und Krankheiten sowie positive Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, Entspannung und Regeneration und infolgedessen die Fähigkeit, die eigenen Potenziale besser zu nutzen.
Und wie meditiert es sich auf norwegisch? Befreiend einfach: im Wesentlichen besteht die Technik darin, einen Meditationslaut im Geist beständig, aber anstrengungslos zu wiederholen. Da die Methode losgelöst von religiösen Hintergründen sein will, wird auf Mantren offenbar bewusst verzichtet, stattdessen werden Laute ohne jegliche Bedeutung eingesetzt. Während des Meditierens aufkommende Gedanken sollen nicht um jeden Preis unterdrückt werden. Ganz im Gegenteil wird sogar Wert darauf gelegt, dass man sie zulässt und willkommen heißt. Dabei i