Zusammen zur Erleuchtung: die New Yorker Jivamukti-Yogis Sharon Gannon und David Life über ihre Partnerschaft, die Intensität des miteinander Arbeitens, die untergeordnete Rolle von Sex in ihrer Beziehung und über ihre gemeinsame Vision des Yoga
Solange wir in einer intimen Beziehungen den Fokus auf die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse richten, laufen wir Gefahr, uns in Krisen, Eifersüchteleien und Beziehungsdramen zu verlieren. Kommen wir hingegen an den Punkt, an dem wir erkennen, dass es etwas Größeres gibt, das erstrebenswert ist, dann kann eine Beziehung zu einer bereichernden Erfahrung werden. Sharon Gannon und ihr Lebensgefährte David Life, die Begründer des Jivamukti Yoga, haben für sich erkannt, dass es sich nicht lohnt, die Zeit mit Beziehungsstress zu verbringen. Sie sehen über die egobezogenen Befriedigungen hinweg und streben gemeinsam ein größeres Ziel an: die Erleuchtung. Für die Serie „Die Kunst als Paar zu leben“ standen die beiden Rede und Antwort und zeigen auf, dass man gleichzeitig geschäftlich erfolgreich sein und dabei die Spiritualität nicht aus den Augen verlieren kann.
Doris Iding: Wo und wann habt ihr euch kennengelernt?
Sharon: Ich kam 1983 als Musikerin zusammen mit meiner Band „Audio Letter“ nach New York City. David war damals als Maler und Poet tätig und führte das hippe b