Die Eiche – entdecke die aufrichtenden und nährenden Qualitäten des majestätischen Baums, der wie kein anderer mit göttlichen Botschaften assoziiert wird.
„Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern.
Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren,
die kein Mensch sagen wird.“
Bernhard von Clairvaux, Mystiker (1090–1153)
Vielleicht ist es nicht so geschickt, einen Artikel mit diesem Zitat zu beginnen, denn ich freue mich natürlich, wenn du ihn liest und etwas daraus lernst. Doch noch mehr freue ich mich, wenn es dich anregt, hinauszugehen und den Bäumen zu lauschen. Heute ist es besonders die Eiche, die dich ruft. Vielleicht lässt sie dich teilhaben an ihrer uralten Weisheit, und du kannst ihre Geschichten im Raunen der Blätter vernehmen.
Durch viele Zeitalter hindurch wurde die Eiche in allen Regionen, in denen ihre verschiedenen Arten wachsen, sehr verehrt. Unter ihren Kronen versammelten sich Menschen, um Rat zu halten und Recht zu sprechen, vielfach mussten die Eiche und ihre Gaben auch für patriotische Zwecke hinhalten, und einst gingen die Menschen bei ihr in die Schule. Was der Tapovana, der heilige Hain, in Indien ist, war unseren keltischen Ahninnen und Ahnen der (Dru-)Nemeton. In der Abgeschiedenheit des Eichenhains lebte und lernte ein angehender Druide drei Jahrsiebte s