Eine Auszeit vom Alltag nehmen, zu sich finden, auftanken – dafür muss man nicht immer weit reisen. Im österreichischen Salzkammergut wartet auf Erholungsuchende eine ganz besondere Landschaft.
Auf meinem Weg in das innere Salzkammergut muss ich immer wieder das Auto anhalten, weil ich sonst vor lauter Schauen in irgendeinem Straßengraben landen würde. Obwohl mir die Falkensteinwand am Wolfgangsee vertraut ist, schlägt mein Herz jedesmal schneller, wenn ich sie sehe. Als ich die große Kehre auf dem Weg zum Pötschenpass erreiche, von der aus man einen fantastischen Blick über den Hallstätter See hat, stockt mir der Atem. Jetzt weiß ich wieder, warum alle, die ich vor meiner Reise nach besonderen Kraftplätzen gefragt habe, geantwortet haben: „Das gesamte Salzkammergut ist ein Kraftort.“ Die üppige, fast irreale Schönheit dieser Landschaft verwirrt mich geradezu: Wo soll ich zuerst hinsehen? Welchen Eindruck aufnehmen? Warum fällt der Stress der Arbeitswoche schon nach wenigen Kilometern in dieser Region von mir ab, und ich fühle mich wieder ruhig, klar und eingebettet in die natürlichen Kräfte und Rhythmen?
Als ich mit Esther, die im Hotel „Die Wasnerin“ Yoga unterrichtet und schon seit vielen Jahren hier lebt, einen Tee trinke, findet sie die richtigen Worte: „Diese Landschaft vermittelt zugleich Schutz und Weite.“ D