Gibt es ein letztes Ziel auf dem Yogaweg?
Schon immer sprachen die Texte des Yoga von der Erkenntnis des wahren Selbst als dem höchsten Ziel des Yoga. Viele heutige Yogis beziehen sich auf diese alten Zeugnisse, wenn sie zwar zugeben, dass man zu Beginn des Yogaweges vielleicht damit zufrieden sein kann, dass die Rückenschmerzen aufhören – mit der Zeit wolle man jedoch mehr. Letztlich gehe es darum, höchste menschliche Vollkommenheit als letztes Ziel des Yoga zu verwirklichen. Andere halten dagegen. Solange wir hier auf dieser vergänglichen Erde leben, könne der Übende letzte Vollkommenheit nie erreichen. Yoga bedeute vielmehr, einen Weg ständigen Wachsens zu gehen. Wem ist Recht zu geben? Bleiben wir im Yoga immer auf dem Weg, oder gilt es, ein letztes Ziel yogischer Vollkommenheit zu verwirklichen?
Wie Samadhi Weg und Ziel zugleich sein kann, dies erklärt Patanjali anhand des berühmten Kristallgleichnisses.
Die Veränderung der Ziele auf dem Weg
Im Yoga gibt es immer Ziele. Normalerweise ist es sogar ein konkreter Zweck, der die Menschen veranlasst, mit dem Üben zu beginnen. Ziele motivieren nicht nur, mit dem Üben zu beginnen, sondern helfen auch, mit dem Üben weiterzumachen. Das Streben nach Zielen gehört gleichsam zum Wesen des Übens. So können es durchaus auch die Rückenschmerzen s