Yoga nach Krishnamacharya, Folge 6: Die Praxis von Umkehrhaltungen bringt wertvolle Früchte mit sich, ist aber auch mit einigen Voraussetzungen verbunden. Was du beachten solltest und wie eine sinnvolle Übungssequenz aussehen kann, erfährst du hier.
Herz über Kopf“ ist das Wesen von klassischen Umkehrhaltungen, in die man sich übrigens nie Hals über Kopf begeben sollte. Denn diese Asanas, zu denen Kopf-, Schulter- und Handstand zählen, sind besonders für den Körper, aber auch für den Atem, den Geist und die Psyche eine große Herausforderung. Viparita Karani, „umgekehrte Aktivität“, lautet die Sanskrit-Bezeichnung für alle Haltungen, bei denen die Beine über den Kopf gehoben werden und/oder sich Becken und Herz über dem Kopf befinden. Besonders der Kopfstand wird gerne eingesetzt, um „die Welt mit anderen Augen zu sehen“ – etwas, das der Yoga in seiner Form als Darshana, also mit einer besonderen Sichtweise auf die Welt, ja tatsächlich anstrebt. Doch die Sicht auf die Welt und damit verbundene Veränderungen im Denken, Sprechen, Handeln und Verhalten kommen meist zu kurz, wenn man mal schnell die Füße in die Luft streckt. Yoga ist ein Prozess, sowohl, was die Veränderung von Weltanschauungen, Gewohnheiten und Glaubensmustern angeht, als auch die Fähigkeit des Körpers, sich in fordernden Asanas so einzurichten, dass e