In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

In der Stille öffnet sich ein Raum, der größer ist als jener unserer begrenzten Gedankenwelt. Wie aber können wir wirklich still werden? Welche Hindernisse gibt es auf dem Weg? Und was erwartet uns dort? Meditieren und Stillsein gehören zur Praxis vieler Religionen und spiritueller Richtungen. Wer sich selbst kennen will, braucht Zeiten der inneren Einkehr. Stille ist nicht durch eine Methode zu erreichen. Sie ist eine Begegnung mit dem Innersten, mit der inneren Fülle und der inneren Leere. Stillsein heißt, sich dem eigenen Selbst zu stellen und ohne Bewegung zu verweilen. Es braucht innere Ruhe, um das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden zu können und das Richtige zu tun. Wir kennen zwar den Zustand einer entspannten körperlichen und geistigen Verfassung. Aber Stille ist etwas ganz anderes. Stillsein ist ein waches Erleben ohne mentale Beschäftigung. Das Erlebte wird nicht verarbeitet, es bleibt beim Wahrnehmen. Das Wahrgenommene erlischt danach sofort. Der normale menschliche Geist kennt Stille nicht. Diesen Zustand, der jenseits des Denkens liegt, in dem es kein Gefühl von „Ich“ gibt, kann das Denken nicht kennen und auch nicht erreichen. Es will auch keine wirkliche Stille, es sieht darin keinen Gewinn, denn Stille wäre das Ende des Denkens, seine Auflösung. Aber das Denken ist nicht das Höchste in uns. Das Ich sucht keine Stille Die biologische Funktion des Denkens ist es, unser Überleben zu sichern. Die Fähigkeit, Erinnerungen zu bewahren, zu vergleichen, sich etwas vorzustellen, bereits Erlebtes zu kombinieren, hat dem Menschen zu seiner dominierenden Stellung auf dieser Erde verholfen. Probleme lösen zu können und technische Hilfen zu erfinden, hat uns das Überleben enorm erleichtert. Das hat auch das Denken in den Vordergrund unseres inneren Erlebens rücken lassen. Es ist eine Konditionierung, die jedem Kind durch seine Umgebung und die Gesellschaft unweigerlich aufgeprägt wird. Die Vorrangstellung des Denkens lässt in uns den […]

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