Der Franziskusweg: Die angenehm wenig frequentierte Pilgerroute in Italien kann das Herz zutiefst berühren – das durfte unsere Autorin Doris Iding dieses Jahr erfahren. Ihre Eindrücke teilt sie hier mit dir.
Klick, klick, klick. Ich versuche, meine Wanderstöcke leise aufzusetzen. Sie sollen die wunderschöne Stille, in der ich 250 km durch die Toskana und Umbrien wandere, nicht stören. Klick, klick, klick. Mal dumpf, mal schrill, wenn die Spitze des Wanderstocks auf einem Stein, auf Sand, auf Asphalt den Boden berührt, begleitet mich das Geräusch mal laut, mal leise zehn Tage lang. Was ich ebenfalls immer wieder hören werde, ist ein Schnaufen, ein Ächzen, ein Stöhnen, weil mich oder eine meiner beiden Weggefährtinnen der Anstieg von bis zu tausend Höhenmetern auf einer Tagesstrecke körperlich fordert. Nicht umsonst gilt der Franziskusweg als einer der anstrengendsten Pilgerwege Europas. Dann werde ich auch immer wieder Mantras hören, entweder in meinem Kopf oder leise vor mich hin gechantet. Sie helfen mir, anstrengende Wegstrecken besser zu bewältigen. Und natürlich höre ich von meinen Mitwanderinnen immer wieder ein „Ach, wie schön!“ oder „Wow, wie toll ist die Landschaft!“ oder ein „Wie lecker schmeckt das denn …!“
Was das klickende Geräusch betrifft: Es sind nur meine Wanderstöcke zu hören. Meine beiden j