Cocablätter helfen nicht nur zuverlässig gegen die Höhenkrankheit, sie können im Kontext schamanischer Rituale auch eine umfassende Heilwirkung auf Geist und Psyche entfalten.
Der Andengott (Pachakamaq) sagt:
Achtet mit Liebe eure Cocablätter, denn sie fühlen den Schmerz in euren Herzen, den Hunger eures Fleisches und die Dunkelheit in eurem Gemüt. Man nimmt sie in den Mund, und mit Süße entfaltet sich ihr Geist, der ein Teil von mir ist. Sie schenken dir Nahrung für deinen Körper, Liebe gegen deine Schmerzen und Licht für dein Gemüt. Und darüber hinaus beobachte den Tanz der Blätter im Wind und erhalte Antworten auf deine Fragen. Aber wenn du, Henker, Neuankömmling aus dem Norden, weißer Eroberer, Sucher des Goldes, sie berührst, wirst du in ihnen nur Gift für deinen Körper und Wahnsinn für deinen Geist finden. Und wenn du das Kokain, wie du es nennen wirst, allein herauslöst, wirst du erreichen, dass es dich zerstört; wie die Eiskristalle, entstanden aus weißen Wolken, die Felsen zerstören und Berge abtragen.
Unsere erste Begegnung mit den heiligen Cocablättern hatten wir in den Anden Perus. Kommt man in Cusco, der größten Stadt im peruanischen Hochland, in 3416 m Höhe an, gibt es nur ein vordergründiges Problem: Was kann ich gegen die Höhenkrankheit u