Das Spiralprinzip ist Quintessenz der Spiraldynamik. Ein universelles Bau- und Bewegungsprinzip der Natur, vom galaktischen Spiralnebel über Wasserwirbel bis zur Doppelhelix der DNS. Im menschlichen Körper findet sich die spiralige Verschraubung als anatomischer Grundbaustein wieder: z.B. die dreidimensionale Gewölbestruktur des Fußes, die Hüftschraube der Hüftgelenksbänder, die dreidimensionale Beweglichkeit der Wirbelsäule. Bei gut koordinierten Bewegungen nutzen wir Mobilität und Stabilität spiraliger Verschraubungen. Spirale - spiritus = Geist, Atem sind verwandte Wörter; seit der megalithischen Hochkultur (Stonehenge, Hünengräber, Stufenpyramiden) ist die Spirale kosmisches Symbol, Sinnbild des Sonnenlaufes, des auf- und abschwellenden Mondes, des Lebensprozesses schlechthin. Der Maler und Architekt Friedensreich Hundertwasser ist überzeugt davon, dass sich der Schöpfungsakt in Spiralform vollzogen hat: „Die Spirale liegt genau dort, wo die leblose Materie sich in Leben umwandelt“.
Eine Schraubenspirale entsteht, wenn Sie zwei Enden (Pole) eines Materials gegensinnig drehen. Z.B. ein Handtuch auswringen. Sie ziehen es in die Länge (Dehnspannung), Sie drehen einen Pol links herum, den anderen rechts herum (Rotation), und biegen noch beide Enden um (S-Form). Das möchte ich am Beispiel der „Drehsitz“-Übung aus dem Yoga erläutern. Neue Erfahrung und neuer Frust: meist kommt man nicht so weit in die Drehung w