… aus der Sicht des Advaita-Vedanta: Wie die vergängliche Welt aus ihrer unvergänglichen Grundlage hervorgeht.
Die Lehren des Advaita-Vedanta erklären, dass die Welt von Samsara, obwohl sie in ihrem Wesen illusorisch, vergänglich und veränderlich ist, eine reale, ewige und unvergängliche Grundlage hat. Diese Grundlage wird im Advaita-Vedanta als Brahman bezeichnet. Brahman ist reines, leeres Bewusstsein, aus dem alles Existierende hervorgeht. Es wird jedoch in keiner Weise durch all diese endlosen Manifestationen beeinträchtigt.
Brahman ist das pure Potenzial, das subtilste Bewusstsein jenseits von Zeit und Raum; leeres Bewusstsein, gefüllt mit Energie und Leuchtkraft. Man kann sich Brahman als eine Art leere weiße Leinwand vorstellen. Es ist kein Bild, aber auf dieser Leinwand kann jedes Bild entstehen.
Die Seele (Jiva) in Samsara ist nur eine Widerspiegelung des Bewusstseins. Das zugrundeliegende primäre Bewusstsein ist frei von Samsara.
Brahman und Maya
In Brahman, dem unendlichen Potenzial, entstehen fortwährend kreative Manifestationen, die Maya genannt werden. Maya ist wie die Grundierung der Leinwand. Sie enthält die Eigenschaften der materiellen Natur (Gunas). Es ist wie eine Grundlage, ein Schritt in Richtung des Gemäldes – die Voraussetzung für das Bild, aber noch nicht das Gemälde selbst.
Damit ein Gemälde entsteht, ist der Wille zum Erschaffen notwendig. Das eigenschaftslose Brahman als solches (Sat) ist nicht geprägt von dem Willen, zu e