Die Anatomie des Menschen – nicht für jeden schon auf den ersten Blick ein anziehendes Thema. Knochen, Muskeln, Sehnen, Gewebe ... für die einen eine faszinierende Materie, für die anderen eher fremd und weit entfernt von den feinstofflichen Welten und dem inneren Reich des Geistes, mit denen man im Yoga oft in Berührung kommt. Wieder andere erinnern sich vielleicht mit Schrecken an den Biologie-Unterricht in der Schule und die vielen lateinischen Fachbegriffe, die es auswendig zu lernen galt, wenn es um das anatomische Innenleben des Menschen ging. Doch je mehr man sich mit der Anatomie beschäftigt, desto mehr wird deutlich, welche Wunder auch hier die Schöpfung wieder bereithält, welch komplexe Mechanismen hier ineinandergreifen, wie fein alles aufeinander abgestimmt ist. Und plötzlich ist die Anatomie kein trockenes Paukthema mehr, keine befremdliche oder vielleicht sogar abstoßende „Körperwelt“, sondern ein höchst spannendes Sub-Universum.
Zudem hat es gerade im (Hatha-)Yoga zahlreiche Vorteile, sich mit anatomischen Begebenheiten und Abläufen zu beschäftigen. So haben die für unser Dossier befragten Lehrer immer wieder betont, wie wichtig anatomische Kenntnisse sind, um den Schülern bedürfnisgerechte Modifikationen anzubieten und um Verletzungsrisiken zu minimieren. Aber auch die Schüler haben aufgezeigt, dass anatomisches Grundwissen ihnen hilft, ein Asana auch auf körperlicher Ebene voll und g