… ist nicht so leicht zu fassen. Das stellte auch ein sehr erfahrener Zen-Praktizierender fest: Muhō Nölke, der lange ein Zen-Kloster in Japan leitete und vielen durch seine Bücher bekannt ist, beschreibt hier kurz, wie er sich anlässlich der Teilnahme an einer interessanten neuen Meditationsstudie damit auseinandersetzte.
„Wie war es heute bei der Meditation?“ Früher ergab die Frage Sinn. Wie sehr sich die Bewusstseinsqualität vom Rest des Tages unterschied! Das Gefühl des Körpers, die Welt der Klänge, und nicht zuletzt der Atem, den man bis eben vergessen hatte. Man setzt sich hin und tut scheinbar gar nichts, und doch ist die Welt nicht mehr dieselbe. Aber dieses Gefühl löste sich mit der Zeit wieder auf. Meditation wurde zum Alltag. Ist mein „Anfängergeist“ verloren gegangen? Oder ist der Alltag zur Meditation geworden?
Auch wenn man mich fragt, wie lange ich bereits meditiere, bin ich ratlos. Fast dreißig Jahre habe ich in einem Zen-Kloster verbracht, in dem 1800 Stunden im Jahr meditiert wird. Mehr als 50.000 Stunden insgesamt. Aber war das Meditation oder nur Gedöse? Sollte ich nicht die Stunden rechnen, die ich hellwach beim Kochen oder bei der Feldarbeit war? Nicht umsonst wird gesagt, dass ein Zen-Meister Tee trinkt, wenn er Tee trinkt, und schläft, wenn e