Die verbindende Kraft des Denkens: wie uns ein neuer Zugang zu übersinnlicher Wahrnehmung ein uraltes Daseinsgefühl näherbringen kann und universale Weltgedanken in unser Bewusstsein holt
„Rshis“ nennt die indische Kultur die sieben weisen Sehergestalten, welche der Sage nach das vedische Wissen empfangen haben sollen. Das Wort „rshi“ leitet sich möglicherweise von der Wurzel „drsh“ ab, die „sehen“ bedeutet. Sieben große „Schauende“ bilden somit den Urbeginn dieser alten Menschheitskultur, welche später die spirituellen Werke der Upanishaden, die Bhagavad-Gita und die vielzähligen Wege des Yoga hervorbringen sollte. Wie ein Nachhall dieser einstmals geschauten Urweisheit klingt uns heute noch die rhythmische Intonation vedischer Gesänge in indischen Tempeln entgegen. Ein in großartige Bilder gekleidetes Wissen (=Veda), eine Urweisheit lebt in diesen Gesängen. Auch wenn die Bildersprache der Veden sich dem gewöhnlichen Verstehen nicht unmittelbar erschließt, sprechen sie auch heute noch sehr tief die Empfindungen desjenigen an, der ihnen aufmerksam zu lauschen versteht.
Wie können wir uns das Bewusstsein, das Empfindungsleben der damaligen Menschheit vorstellen? War es wirklich das gleiche wie jenes, das wir heute kennen? Folgen wir den Aussagen von Menschen, welche die Fähigkeiten des geistigen Schauens entwickelt habe, dann waren diese älteren Zeiten noch von einem ganz anderen Daseinsgefühl geprägt. So schildert uns Heinz Grill, d