Yogische Mental-Technik zur Verwirklichung von Visionen und Lebenszielen
Erfolgreich und aktiv zu leben, sich ganz und gar einer Idee, einer Konzeption, der eigenen Lebenszielsetzung und deren Verwirklichung zu widmen, braucht die folgenden verschiedenen Kräfte, die es zu entwickeln und zu kultivieren gilt:  Mut, sich der eigenen Wünsche und Absichten zu stellen und sie zu hinterfragen; Beharrlichkeit, um zu lernen und nicht auf Abwege zu geraten; Ehrlichkeit, sich der intimsten Gefühle und Gedanken bewusst zu werden und sich ihnen zu stellen; Herzensgüte, die alles Erfahrene verbindet und alle Ungereimtheiten und Unzulänglichkeiten verzeiht; Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in das eigene Wesen; eigenständiges Denken, um unabhängiges Wissen um die kosmischen Zusammenhänge zu erlangen und schließlich ein Ziel, das es wert ist zu erreichen.

Die Technik des yogischen Mentaltrainings – Sankalpa
Der Alltag erfordert von uns viele große und kleine Entscheidungen. Wenn Yoga nicht nur auf der Yogamatte stattfinden soll, dann bietet sich der Alltag als yogisches Spielfeld an. Hier können wir prüfen, was wir verinnerlicht haben, beobachten, nach welchen Kriterien wir entscheiden und lernen, selbst bestimmt erfolgreich zu handeln.
Ein Sankalpa ist das Fällen einer bewussten Entscheidung, dem ein Prozess der Klärung vorangeht.
Um einen Entschluss fassen zu können, ist eine genaue Feldkenntnis des Themas, der Fragestellung, der Vorhaben oder Pläne notwendig. Als Vorbereitung dient die Bewusstwerdung des eigenen Befindens.

1. Feldkenntnis »JETZT«

Wie geht es mir?
A. Physisches Befinden: wie fühlen sich z.B. Muskulatur, Gelenke, Hände, Füße, Rücken, Haut und Atmung an? Wie ist der körperliche Gesamtzustand? Wie viel Kraft und Energie ist da?

B. Psychisches Befinden: welche Gefühle und Gedanken beschäftigen mich? Von welcher Qualität sind Fühlen und Denken? Wie beschreibe und bewerte ich meinen Gemütszustand?

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C. Spirituelles Wohlergehen: bin ich einverstanden mit mir und dem, was mir geschieht? An was glaube ich? Ist mir mein Glaube bewusst? Bin ich glücklich?

Desweiteren ist die bewusste Kenntnis der eigenen Persönlichkeitsstruktur hilfreich:

2. Feldkenntnis »ICH«

Woher kommen die eigenen Wünsche und Sehnsüchte?

A. Welches ist die Perspektive in meinem Leben? Was möchte ich erreichen? Was ist mein größtes Ziel im Leben? Was motiviert mich, alles zu ertragen, durchzustehen, auszuhalten? Dieses Ziel oder Perspektive im Leben kann erinnert werden oder eigenständig entschieden werden.

B. Welche Intention steckt in meinen Plänen und Handlungen? Alles Handeln wird von meinen Absichten bestimmt, – egal ob ich davon weiß oder nicht. Oftmals hängt der Erfolg eines Planes nicht von der Zielformulierung ab, sondern von der eigentlichen (oft unbewussten) Absicht des Planes. Wenn ich mir meiner unterschwelligen Wünsche und Sehnsüchte bewusst werde, von den Absichten in meinem Handeln weiß, kann ich sie einplanen und überprüfen, ob sie mit meinen Plänen übereinstimmen.

C. Besitze ich Technikkenntnisse, die ich für die Verwirklichung meiner Pläne benötige? Reichen meine Fähigkeiten und meine Willenskraft für meine Ziele aus? Oder welche Techniken werde ich jetzt noch lernen wollen? Manchmal können wir feststellen, daß die Pläne vielleicht nicht den eigenen Fähigkeiten entsprechen und daher die Pläne falsch sind. Durch diese Erkenntnis kann ich so manche falsche Investitionen vermeiden.

3.Feldkenntnis Thema/Wunsch/Vorhaben

Was ist das für ein Wunsch? Je nach Einschätzung werden unterschiedliche Mechanismen und Techniken benötigt.
A. Kurzfristige Ziele: konkretes und direktes Handeln ist erforderlich.

B. Mittelfristige Ziele: der zeitliche Raum bleibt überschaubar. Pläne für eine Woche bis hin zur Jahres- oder Projektplanung

C. Langfristige Ziele: Pläne, die umfangreiche Veränderungen oder Entwicklungen voraussetzen, Lebenspläne, langfristige Wunscherfüllungen etc.

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