Zwei Extreme schildert unsere Autorin hier: das weltfremde Dasein der Babas, die das menschliche Leben mit seinen Höhen, Tiefen, Emotionen und Körperlichkeiten vollständig negieren, und die materialistische Denkweise der modernen Gesellschaften – doch wo liegt die goldene Mitte?Bereits Gautama der Buddha sprach von dem Wort „Samyak“, der goldenen Mitte, der Kunst, im Einklang mit dem Universum zu leben. Seit dem Ursprung menschlichen Daseins und seit dem Film „Eat, Pray, Love“ wird nach dieser Quelle des Glücks gesucht. In der westlichen Welt richtet sich diese Suche vor allem nach außen, getrieben von Bedürfnissen, Vorstellungen und materiellen Wünschen. Diese kreieren Luftschlösser in der Zukunft: Wenn ich erst diesen Job bekomme, wenn ich erst den oder die Richtige gefunden habe, wenn ich erst reich bin, wenn ich erst, wenn erst, dann – werde ich glücklich sein. Ein unendlicher Kreislauf, denn selbst wenn sich die vermeintlichen Träume erfüllen, stellt sich schnell ein Gefühl der Leere und Verzweiflung ein, die Unzufriedenheit bleibt. Ich spreche hier nicht von oben herab, sondern aus eigener Erfahrung, denn genau das war mein Leben, bis ein einschneidendes Ereignis mich zum Anhalten und Aussteigen gebracht hat. Ich bin von einem Extrem in das andere katapultiert worden, aus der Überholspur des westlichen L