Der heilende Weg zu sich selbst: Bewegungsabläufe, die natürlichen Prinzipien folgen, und intensives feinstoffliches Erleben führen beim Medical Yoga zu einer ganzheitlichen therapeutischen Wirkung.
Wir müssen uns unserem Körper liebevoll zuwenden und uns gut um ihn kümmern.
Thich Nhat Hanh
Oberstes Gebot des Yoga ist ein behutsamer, überlegter Umgang mit allem, was lebt – besonders, wenn es sich in schwierigen Situationen oder in Wandlungsphasen befindet. Diese als Ahimsa – Gewaltlosigkeit − bezeichnete Einstellung erfordert eine konsequente Selbstbeobachtung, um negative oder verletzende Gedanken und Handlungen aufzuspüren und durch positive, konstruktive zu ersetzen. Im Medical Yoga wird dieses Wirkungsprinzip als gewaltfreies Üben, das heißt mit Achtung und Hingabe gegenüber den Bedürfnissen und Gegebenheiten des Seins, direkt in die Praxis umgesetzt. Es gilt, die Grenzen körperlicher Leistungsfähigkeit zu respektieren, zu schützen und zu schätzen.
Der Yoga als eine der ältesten Lehren des Lebens gibt in seiner ursprünglichen Form vor allem mentalen Halt. Heute ist jedoch für viele der körperliche Aspekt entscheidend. Dabei stehen für einige Yoga-Praktizierende die bewegten, sportlichen und zum Teil akrobatischen Aspekte im Mittelpunk des Interesses. Allerdings werfen das wachsende Angebot an Yoga-Therapie-Workshops und -Ausbildungen sowie die immer öfter diskutierte Verletzungsgefahr auch Fragen auf, wie Yoga wirkt und wie belastbar der Körper dafür sein muss. S