Heilkräuter und Räucherstoffe – ein spannender Einstieg in die große Welt des Salbeis, dessen facettenreiche Arten unter anderem als Teekraut, Heilpflanzen und rituelles Räucherwerk bekannt sind.
Insgesamt werden der botanischen Gattung Salvia (Salbei) rund neunhundert gesicherte Arten zugeordnet, darunter aromatische Tee-, gesundheitsfördernde Heil-, dekorative Zier-, rituelle Räucher- und sogar geistbewegende Zauberpflanzen. Sprich: Eine Gattung mit unglaublich vielen Facetten und Gesichtern, deren ethnobotanische Relevanz im Rahmen eines Artikels nur im Ansatz dargelegt werden kann. Der vorliegende Text darf deshalb nicht als umfangreiche und detaillierte Bestandsaufnahme verstanden werden, vielmehr soll er als kleiner ethnobotanischer Einstieg in ein höchst spannendes Thema fungieren.
Und das Schönes ist: Sehr viele Salbei-Arten eignen sich auch für eine Kultur in Mitteleuropa. Sie können somit selbst angebaut und als Heil- und Räucherpflanzen genutzt werden. Allerdings müssen die frostempfindlichen Salbei-Arten, die aus dem sonnigen Südwesten der USA oder dem Norden von Mexiko stammen, beispielsweise Salvia apiana (Weißer Salbei) oder Salvia mellifera (Schwarzer Salbei), im Haus überwintern, weshalb sie in Kübelkultur gepflegt werden sollten. Andere Salbei-Arten, etwa die als Küchen- oder Gartensalbei bekannte Spezies Salvia officinalis, der Echte Salbei, oder der Muskatellersalbei Salvia sclarea, eignen sich hingegen auch sehr gut für eine unkomplizierte und ganzjährige Kultur im Beet. Es sei jedoch betont, dass schwangere und stillende Frauen, S