Vom ersten bis zum letzten Atemzug – dein Leben.
Im dritten Teil unserer Serie haben wir über die Zeit vor unserem ersten Atemzug gesprochen: über die schon im Mutterleib beginnende Aktivität und Stärkung des Zwerchfells zur Vorbereitung auf die Zeit nach unserer Geburt – jene Zeit also, an die wir meist denken, wenn wir von unserem Leben sprechen: die Zeit von unserem ersten bis zum letzten Atemzug. Der bekannte Weisheitslehrer Eckhart Tolle sagte in einem seiner Vorträge einmal, unser Leben wird eines Tages der Strich sein, der auf unserem Grabstein zwischen Geburts- und Todestag vermerkt sein wird. Ich stelle mir mein Leben gerne als die Atemzüge vor, die ich mache – um nicht zu sagen: die mir gegeben sind. Letztendlich weiß ich nicht, wie viele Male ich noch ein- und ausatmen darf, doch eines weiß ich wohl: Je bewusster, achtsamer, sanfter und langsamer ich atme, desto besser meine Chancen, ein langes Leben leben zu dürfen. Es ist nämlich die Qualität der Atmung, auf die es ankommt, wenn wir uns fragen, was gesundes Atmen ausmacht.
Wenn Menschen krank sind, verliert ihre Atmung ihre Sanftheit, ihre Ruhe und ihr Gleichmaß. Am auffälligsten sieht man das an der Atmung von Sterbenden. Viele Male durfte ich das in meinem früheren B