Kontrastprogramm zu Chat- Room und Daily Soap: Yoga in der Pubertät
Das Zusammenleben mit heranwachsenden Mädchen erlebe ich als eine besondere Herausforderung. Meine beiden Töchter Tabea und Helen sind 13 und 10 Jahre alt. Seit über einem Jahr kommen sie mit einigen anderen Teenies zwischen 10 und 15 Jahren zu mir in den Yoga-Unterricht. Sie zeigen mir jede Woche, was ihnen gefällt: Sie möchten ihren Körper besser kennenlernen, beweglich bleiben oder werden – auch im Kopf. In der geschützten Umgebung des Yogaraumes wollen sie eine Stunde lang ungestört bei sich sein, abschalten, Spaß haben und auch ihren Wissensdurst stillen. Ich möchte den Mädchen gerecht werden, indem ich sie ernst nehme in ihrer Eigenständigkeit, sie bestärke und viel lobe und sie nicht wie „kleine Kinder“ behandle. Neben Schule, Hausaufgaben, Internet und der neuesten Telenovela bleibt den Teenagern heute nur wenig Zeit für Bewegung und Kreativität.
Bei den meisten gängigen Hobbys wie Leichtathletik, Turnen oder Musikunterricht geht es immer auch um Leistung; der Erfolgsdruck ist auch hier oft hoch und bedeutet neben dem Spaß auch Stress. Im Yoga-Unterricht sind die Mädchen in Kontakt mit ihrem Körper und ihrer Seele. Sie finden Zeit, sich selbst zu spüren, ganz ohne Druck, und gelangen so zu i