Ich bin tatsächlich in diesen Dschungel hier gereist, in das kleine Dorf Agonda in Goa, Südindien, um mehr über die Ursprünge des indischen Tantra zu erfahren – aus erster Hand. Ich bin auf der Suche nach den Spuren des authentischen linkshändigen Pfades, der shivaitischen Tradition.
Unterwegs zur indischen Tradition
Einige große Yogaschulen habe ich nach Wochen hinter mir gelassen, mit bis zu einhundert Teilnehmern pro Gruppe. Manchmal wurde rigide Disziplin eingefordert („Don’t you want to join the afternoon lesson as well …?“), meistens Askese gepredigt, aber nicht unbedingt eingehalten, von den „foreigners“ noch weniger als von manchem indischen Yogi.
Man weiß hier inzwischen um die westliche Neugier und Sehnsucht nach der indischen Yogatradition, und man verdient manchmal nicht schlecht daran. Mit geheimen Einsiedeleien und persönlicher Unterweisung hat all das freilich wenig zu tun. Für mich hat es zunächst einmal ein nicht gekanntes Durchhaltevermögen trotz achtzigprozentiger L