Eine konzentriete Yoga-Praxis aufrecht zu erhalten, ist nicht immer einfach, vor allem wenn das Umfeld (Familie, Freunde, Beruf) dem skeptisch gegenüber steht. Ist es da nicht einfacher, in einem Ashram zu leben, und mit gleichgesinnten zusammen den Weg zu gehen, oder sich in eine einsame Berghöhle zurückzuziehen? Wielfried Huchzermeyer über die unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich dem Yogi in der heutigen Zeit bieten.
Wenn wir zurückblicken in die Vergangenheit des Yoga, sehen wir, dass ein gewisses Absondern von der Gesellschaft häufig ein erster Schritt des spirituellen Menschen war. Denn die Motive des “weltlichen” Menschen sind meist verschieden von jenen des Gottsuchers, der dem Getöse des Alltags entflieht, um in der Stille des Geistes zu seinem innersten Selbst zu finden. So führte der Urimpuls des individuellen Yogas traditioneller Prägung in Indien oft in die Höhlen des Himalaja. Dort, in der herrlichen Atmosphäre einer heiligen Bergwelt, streben viele Yogis bis heute nach Vertiefung und Erleuchtung.
Paramahansa Yogananda beschreibt ausführlich in einem Kapitel in seiner Autobiographie eines Yogi, wie auch ihn dieser Urimpuls ergriff und wie er, in jungen Jahren, mit einem Kameraden eine heimliche Pilgerreise in den Himalaja antrat, die allerdings vorzeitig abgebrochen werden musste. Freilich lebte er in einem Indien, wo der nächste Heilige o