Teil I: Entscheiden und Umsetzen. Die Jahreskreisfeste Imbolc und Tagundnachtgleiche im Frühling
In dieser sechsteiligen Serie stellen wir die acht keltischen Jahreskreisfeste vor. Dazu gibt es passende Rituale.
Die Sonne, der Mond und alle Lebewesen im Kosmos bewegen sich zyklisch durch Zeit und Raum. Der keltische Jahreskreis beschreibt den stetigen Wandel der Jahreszeiten sowie die Sonnen- und Mondzyklen. In der Naturspiritualität wird der Jahreskreis als eine Landkarte des inneren Lebens verstanden. Er ist ein Symbol für den unendlichen Kreislauf von Wachstum, Ernte, Ruhe und Erneuerung.
Die acht Jahreskreisfeste haben ihre Wurzeln in keltischen und germanisch-heidnischen Traditionen. Der Jahreskreis deutet darauf hin, dass die Kelten eine enge Verbindung mit der Natur hatten. Erst vor kurzem konnte durch archäologische Funde keltischer Frauengräber nachgewiesen werden, dass keltische Frauen einen hohen Stand hatten. Dies ist ein Hinweis darauf, dass keltische Familien in matrilinearen Gesellschaftsstrukturen lebten. Ein Jahreskreis umfasst vier Sonnenfeste und vier Mondfeste. Die Sonnenfeste markieren die Wendepunkte der Sonne, die Mondfeste waren ursprünglich variable Feste, die mit einem bestimmten Vollmond oder Neumond im Jahr verbunden waren. Das erste Fest im Jahreskreis ist Samhain, das bei den Kelten ein Neujahrsfest war. Das Jahr beginnt in der Mitte der Dunkelheit, in der Phase des abnehmenden Lichtes. Jedes Jahreskreisfest öffnet e