… in den spirituellen Traditionen des Morgenlandes: über alte Mondgottheiten, Chandra, den sanften Herrscher der Nacht und der Lebenssäfte, und die reiche Symbolik des ewig lockenden Himmelskörpers, der uns so nah ist und sich doch immer wieder enzieht.
Vollmondzeremonien, Mondkalender und ein breites Angebot an Moon-Circles – um den Mond ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype entstanden. Dass seine Anziehungskraft groß und sein Einfluss auf unser Leben vielfältig ist, steht außer Frage, aber von vielen reichhaltigen Facetten des faszinierenden Gestirns ist im Rahmen des Mond-Hypes nur selten die Rede. Einigen davon soll dieser Artikel auf die Spur kommen, wobei insbesondere die Rolle und die Symbolik des Mondes in den östlichen Kulturen beleuchtet werden sollen.1
So fern und doch so nah
Als einziger (natürlicher) Satellit in unserem Sonnensystem bewegt sich der Mond um die Erde, wobei er gemeinsam mit ihr um die Sonne kreist. Der Mond reflektiert bekanntlich das Licht der Sonne, die ungefähr vierhundertmal größer ist als er. Während die Sonne stark mit Bewusstsein und Erleuchtung in Verbindung gebracht wird, steht der Mond für das Unbewusste, für die verborgenen Gefilde der Seele, für Sehnsüchte und Intuition. Vom Mond geht etwas Melancholisches aus, er hat aber auch besänftigende und nährende Eigenschaften. Sein m