Der Yoga des Tanzes: Schon als Kind konnte ich kaum stillsitzen, wenn ich Musik hörte, liebte es, mich zur Musik im Raum zu bewegen und meinen Körper dadurch zu beleben. Vieles geschah damals noch unbewusst und ich hatte viel Freude daran. Tanz bedeutet auch heute noch für mich Lebendigkeit. Ich erinnere mich aber gleichzeitig auch an die zahlreichen Tanzstunden, aus denen ich –obwohl ich doch eigentlich mit Begeisterung tanzte - entmutigt und traurig nach Hause ging, weil ich bestimmte Körperverrenkungen und Drehungen nicht so gut beherrschte, wie sich die Tanzlehrerin dies wünschte. Ich fühlte mich teilweise in eine Form gepresst, in die ich nicht passen wollte und in der ich mich nicht wirklich selbst ausdrücken konnte.
Doch wenige Tänzer besitzen die Fähigkeit, wahrhaftige Lebendigkeit zu vermitteln, den Zuschauer im Herzen zu berühren und zu inspirieren. Es ist die Seele, die bei ihnen mitschwingt, die Fähigkeit, ein Stück von sich selbst in den Tanz zu geben, sich einzufühlen in die verkörperte Figur, sie mit Leben zu erfüllen und mit ihr zu verschmelzen. Technische Vorbereitung spielt dabei sicher eine große Rolle, um den Körper zu einem geeigneten Instrument für den seelischen Strom zu machen. Doch gilt es, die Technik so zu entwickeln u