Eine Reise zur buddhistischen Enklave Sarnath in Indien
Ein nebliger Januartag 10 km außerhalb von Varanasi. Die Motorrikshaw braucht 35 Minuten, um nach dem dichten Gedränge und den überfüllten Straßen dieser »heiligen« hinduistischen Stadt in eine ruhige buddhistische Enklave zu gelangen - Sarnath. Trotz des kühlen Wetters wandeln tibetische Buddhisten, sich alle paar Meter flach auf den Boden legend, im Uhrzeigersinn um eine Stupa. Man sieht dem alten Gebäude an, dass es früher in schönerem Glanz erstrahlte. Der halbkugelige massive Sakralbau, in dessen Innerem seit Jahrhunderten kostbare Reliquien liegen, (ein Teil der Asche des ursprünglichen Buddha), wird von den Pilgern als Symbol des ewigen Kreislaufes des Lebens umwandert. Etwas entfernt von der großen Stupa, sind die Ruinen vieler kleiner Stupas zu erkennen. Im 13. Jahrhundert wurde dieser buddhistische Pilgerort von den Moslems zerstört, die Hauptstupa im 16.Jahrhundert wieder aufgebaut.
Im Januar, wenn in dieser Gegend Indiens ein angenehmes Klima herrscht, machen sich die tibetischen Buddhisten auf zu ihrer Pilgerfahrt in Richtung Süden. Sarnath ist neben Bodh Gaya eine wichtige Station für sie. Auf den Lippen und im Geiste wird ein Mantra wiederholt, in den Händen liegt die Gebetskette, die “Mala”, die Perle für Perle weitergedreht wird.Im dritten Jahrhundert vor Christus ließ i