Pandit Rajmani Tigunait über Pranayama in den Yogasutras: Der spirituelle Nachfolger Swami Ramas sprach mit YOGA AKTUELL über die beiden von Patanjali unterschiedenen Zweige der Atemtechniken und darüber, wie durch die subtilere Art des Pranayama ein Bewusstsein für unsere eigene innere Leuchtkraft entstehen kann, das uns letztlich in einen Zustand frei von Negativität führt.
Liest man Yogasutra-Übersetzungen und -Kommentare der letzten Jahre, erkennt man recht schnell, dass es im Wesentlichen zwei Ansätze gibt, sich mit Patanjali auseinanderzusetzen. Der eine – akademisch – analysiert sowohl die Tiefe als auch Nuancen, bleibt dabei jedoch oft theoretisch und trocken; der andere – eher traditionell – spricht auf den ersten Blick an, bleibt aber allzu oft oberflächlich. Es erscheint beinahe unmöglich, eine Brücke zwischen diesen beiden Ansätzen zu schlagen. Pandit Rajmani Tigunait, dem spirituellen Kopf des Himalayan Institutes USA, gelingt jedoch genau dies in seinen Büchern und Vorträgen. Er bringt alles Nötige dafür mit: Er ist Spross einer indischen Gelehrten-Familie, hat zwei Doktortitel in Sanskrit, eine formale Ausbildung als Schriftgelehrter und Priester (Pandit) und lernte bei unzähligen indischen Meistern und Praktikern von Yoga und Tantra. Heute ist er einer der wenigen authentischen Vertreter der tantrischen Sri-Vidya-Tradition im Westen. Sowohl als Praktizierender wie auch als Philosoph fühlt er sich d