Vorgestellt: OM yoga – Stil & Studio der New Yorker Buddhistin Cyndi Lee

Yoga ist eine fantastische Methode, um einen starken und flexiblen Körper zu bekommen. Genauso kann Yoga ein Weg sein, um unsere Gewohnheiten von Ablehnung und Anhaftung zu verstärken. Je nach Herangehensweise können wir durch unsere Praxis klarer und offener werden oder alles noch viel schlimmer machen. Meine ersten Erlebnisse mit dem Yoga haben mich tief beeindruckt. Die unterschiedlichen Energien und Energiebahnen wurden angeregt und stimuliert, sodass während und besonders nach den Yogastunden mein ganzer Körper vibrierte. Körper und Geist fühlten sich ausgeglichen und unglaublich entspannt an, als hätte ich eine innere Dusche genommen. Fantastisch. Doch dieses Gefühl dauerte nicht sehr lange an und mein Geist hopste wieder eifrig hin und her. In manchen Yogastunden wurde ich aufgefordert, meine Gedanken zu Hause zu lassen oder sie in ein kleines Päckchen zu schnüren und vor der Tür des Yogaraumes abzustellen. Ich hatte jedoch das unbestimmte Gefühl, dass ich bei der spirituellen Erfahrung, von der der Lehrer sprach, außen vor blieb. Irgendetwas sagte mir, dass dies nicht alles sein konnte, etwas fehlte.

Shambhala–Buddhismus und Yoga
Zwischenzeitlich begegnete ich durch den Shambhala-Buddhismus der Meditation. In der Meditationshalle wurden wir aufgefordert, die Gedanken erst einmal wahrzunehmen und anzunehmen. Allein dies kam mir wie eine kleine Befreiung vor. Der Anweisung zufolge sollten wir die Gedanken anerkennen und wieder ziehen lassen und zurück zum Moment, zurück zum Atem gelangen. Eines Tages nahm ich an einem Yoga-Workshop mit Cyndi Lee teil. Die Begegnung mit der direkten und erfrischenden Art von Cyndi sowie die gelungene Verbindung von Yoga und Meditation waren für mich eine Initialzündung. Letztendlich führte dies zu meiner Entscheidung, in ihrem Studio OM yoga in New York eine Yogalehrerausbildung abzuschließen. OM yoga wurde 1999 von Cyndi Lee gegründet. Cyndi ist eine langjährige Praktizierende sowohl des Hatha Yoga wie auch des tibetischen Buddhismus. Bei OM yoga wird die fließende Vinyasa-Yogaform praktiziert, wobei die Asanas mit dem Rhythmus des Atems verbunden werden. Um den größten Nutzen aus den Asanas zu ziehen und um Verletzungen zu vermeiden, werden die Stunden mit einem Fokus auf körperliche Ausrichtung unterrichtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der entspannten Wachheit der buddhistischen Achtsamkeitsmeditation (shamatha/vipassana), durch die wir lernen, unsere physischen und mentalen Gewohnheiten zu beobachten. Neben der  Achtsamkeitsmeditation führt uns die Praxis von Maitri (= liebevolle Güte) zu mehr Freundlichkeit und Ehrlichkeit uns selbst und damit auch anderen gegenüber. Wenn wir dieses Geist- und Herztraining in den Prozess des Yoga integrieren, kann dies zu einem Weg werden, die Welt in uns zu sehen, sie kennenzulernen und somit besser zu verstehen.

Infos:
www.omyoga.com

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