Der radikale Abschied von der Opferrolle – eine völlig ungewohnte Sichtweise als Schritt in ein neues Bewusstsein
Gewalt, Übergriffe, Mord und Todschlag sind heutzutage genauso fester Bestandteil der Nachrichten wie der Wetterbericht. Auch Internet, Printmedien und sogar der Unterhaltungsmarkt präsentieren uns tagtäglich Schlagzeilen und Horrorgeschichten über Menschen, die auf schreckliche Weise zu Opfern wurden und tiefes Leid erfahren haben, weil sie Gewalt, Folter, Unterdrückung oder Freiheitsberaubung erlebt haben. Ja selbst in unserem persönlichen Umfeld gibt es immer wieder Menschen, die als Kind sexuell missbraucht oder auf andere Weise misshandelt wurden. Es scheint auf der ganzen Erde nur wenige Menschen zu geben, die nicht mindest einmal in ihrem Leben schwer oder unzählige Male auf geringfügige Weise Opfer eines körperlichen oder seelischen Übergriffs wurden.
Diese Erscheinungen zeigen, wie sehr sich Menschen als Opfer fühlen und wie tief eine Identifikation mit diesem Opferstatus in unserem Bewusstsein verankert ist. Betrachtet man die Geschichte, dann scheint es, als wäre es sogar existenzieller Bestandteil unseres kollektiven Bewusstseins. So weit die Geschichte reicht, gibt es Menschen, aber auch ganze Volksstämme, die Opfer sind, diese Rolle in allen Facetten ihres Lebens und Seins ausagieren und diesen Zustand sogar als gegeben hinnehmen. Viele Menschen sind sogar so stark mit ihrer O