Die Fichte – Hüterin des Lebens
„Ich ging für einen kurzen Spaziergang hinaus und beschloss schließlich, bis zum Sonnenuntergang draußen zu bleiben, denn ich stellte fest, dass das Nach-draußen-Gehen eigentlich ein Nach-innen-Gehen war.“ John MuirDie Tage sind nun kurz geworden. Und vielleicht zieht es dich gerade nicht so sehr nach draußen, sondern du hast das Bedürfnis, dich warm einzukuscheln und nach innen zu wenden. Dabei kannst du fühlen, dass das Jahresrad sich in diesen Dunkelnächten allmählich langsamer dreht, bevor es zur Wintersonnenwende stillsteht. Vielleicht lässt dich das fehlende Licht hier und da etwas schwermütig werden. Vielleicht fällt es dir auch leicht, das nährende Dunkel als Teil der Zyklizität aller Lebensprozesse zu erfahren; als Einladung, dich zurückzuziehen und auf die Essenz des Seins zu besinnen. Die Dunkelnächte – die zwölf Nächte vor der Wintersonnenwende – laden dich ein, nun all das loszulassen, was dir in deinem Leben nicht mehr länger dient. (Dabei kann dich auch die unten beschriebene Räuchermischung unterstützen.) Die Pflanzen haben es dir vorgemacht, mal im wilden Tanz mit herbstlichen Stürmen, mal sanft und leise. Nackt und kahl stehen die meisten Bäume nun da, viele Kräuter bündeln ihre Kräfte in den Wurzeln, Samen sind längst abgeworfen und liegen träumend i