Der Begründer des Jivamukti Stils David Life über Yoga und politisches Engagement, die Fähigkeiten eines guten Yogalehrers und seine lange Liste mit Zukunftsplänen.
Jörg Salzbauer: In der Jivamukti Yoga-Methode liegt der Hauptzweck der Praxis in der Erkenntnis, dass die Erleuchtung zu einfach jedem Zeitpunkt im Leben möglich ist. Was macht Sie da so sicher? Woher rührt dieser unerschütterliche Glaube, diese Überzeugung, dass es möglich ist, die Erleuchtung zu erlangen noch während man in diesem Körper wohnt?
David Life: Wir folgen den Wegen, Beispielen und Worten der großen Weisen und Heiligen (Jivanmuktas), die in ihrem Leben die Erlösung erlangt haben, wie Jesus, Buddha, Ananda Mayi Ma, Ramakrishna und andere. Ihre Leben geben uns Beispiele für unsere eigenen Lebensentscheidungen und die Bestätigung, dass die Erlösung möglich ist.
J.S.: Die Jivamukti Yoga-Methode legt den Fokus auf eine kraftvolle Asana-Praxis. Dabei empfehlen Sie in jeder offenen Stunde Sirsasana, den Kopfstand. Das erscheint ziemlich radikal und für einige Schüler schwierig und angsteinflößend. Was hat eine solche Asana-Praxis mit Erleuchtung zu tun?
D.L: Die Umkehrhaltungen gelten als König und Königin der Asanas. Ihre Bedeutsamkeit ist in Texten wie der Hatha Yoga Pradipika niedergelegt. Dass etwas schwierig ist, ist noch längst kein Grund, es willkürlich außen vor zu lassen. Es ist e