Janine Nagel hat im Rahmen eines sozialen Projekts mit minderjährigen Flüchtlingen Yoga geübt. In YOGA AKTUELL berichtet sie von ihren Erfahrungen und den Herausforderungen, die es zu bewältigen galt Als sich Ende letzten Jahres die Presseberichte über Flüchtlinge überschlugen, reifte in mir der Wunsch, mir ein eigenes Bild von den Menschen und deren Lebenssituation zu machen. Als Yogalehrerin lag es für mich nahe, Unterricht anzubieten und ein System, das an keine Religion gebunden ist und auf universellen Werten basiert, zur Völkerverständigung zu nutzen. Nach einigem Suchen fand ich ein Projekt für alleingereiste, minderjährige, männliche Flüchtlinge. Neben Deutschstunden am Vormittag sollten sie noch eine Gelegenheit zur sportlich-kreativen Betätigung am Nachmittag erhalten. Letztlich fiel die Wahl auf eine Kombination aus Yoga und Capoeira, die während des dreiwöchigen Projekts im Februar 2016 an zwei Tagen pro Woche angeboten wurde. Herausfordernd von Anfang an Vor Projektstart besuche ich die Jugendlichen in ihrer Unterkunft, um mir ein erstes Bild zu machen. Zunächst erfahre ich, dass schon die Suche nach geeigneten Trainingshosen schwierig ist, weil es kaum Kleiderspenden in den Größen S und M gibt. Ein […]

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