Die Fruchtbarkeit der Frau aus ayurvedischer Sicht: Empfehlungen für Frauen mit Kinderwunsch
Etwa zwei Millionen Paare in Deutschland –  das entspricht fast 15 % – haben einen unerfüllten Kinderwunsch. Von Unfruchtbarkeit sind Männer mittlerweile ebenso häufig betroffen wie Frauen. Die Gründe für die gravierende Zunahme männlicher Unfruchtbarkeit in den letzten Jahrzehnten liegen im Dunkeln. Aus schulmedizinischer Sicht kann man die Ursachen einer Fruchtbarkeitsstörung beim Mann meistens weder finden noch therapeutisch günstig beeinflussen. Im Ayurveda dagegen beschäftigt man sich seit Tausenden von Jahren intensiv mit diesem Fachgebiet, da ein gesunder Nachwuchs zu den wichtigsten Aufgaben des Lebens zählt. Während die Behandlung männlicher Sterilität dennoch auch aus ayur­vedischer Sicht schwierig, aber in vielen Fällen möglich ist, sind bei der Frau die Gründe für Fruchtbarkeitsprobleme ganz anders gelagert und weniger kompliziert. Allein schon die Körpergewebe, die an der Empfängnis beteiligt sind, sind bei Mann und Frau völlig unterschiedlich. Beim Mann ist es bekanntlich das Spermium, die kleinste Zelle des Körpers, während es bei der Frau die Eizelle ist, die größte Zelle des Körpers. Eizelle und Spermium sind nicht nur von der Größe, sondern auch vom Aufbau her so verschieden voneinander, wie es zwei Zellen nur sein können.

Körperliche Ursachen für Fruchtbarkeitsstörungen bei der Frau
Die weibliche Eizelle besteht aus ayur­vedischer Sicht vor allem aus Plasmagewebe (rasa-dhatu), dem ersten Körpergewebe, das aus der Nahrung gebildet wird. Sie ist damit sehr empfindlich und reagiert schnell auf Ernährungssünden und falsche Lebensweise. Die Bildung von Rasa-Dhatu dauert nur einige Stunden und ist abhängig vom Verdauungsfeuer Agni. Wenn Agni nicht richtig arbeitet oder unverdaubare Nahrung verzehrt wurde (z.B. Fruchtjoghurt oder jede Nahrung, in der Milchprodukte mit frischen Früchten gemischt sind) wird Rasa-Dhatu mit Ama beschmutzt. Je mehr Ama gebildet wird, umso schlechter ist die Qualität von Rasa-Dhatu und somit aller Schleimhäute im Körper, auch der Gebärmutterschleimhaut. Je mehr Ama, umso schlechter aber auch die Qualität der Eizelle an sich. Ama ist von seinen Eigenschaften her kalt, zäh, klebrig, schleimig und blockierend. Nach einer möglichen Befruchtung durch den Mann können dadurch folgende Komplikationen entstehen:

Eine mit Ama verunreinigte Eizelle kann

  • leichter im Eileiter kleben bleiben, was das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöhen kann,
  • schneller einen Mangel an Nährstoffen erleiden, da die Gebärmutterschleimhaut ebenfalls mit Ama verschlackt ist,
  • zu Fehlbildungen des Embryos und zu einer erhöhten Abortgefahr führen.

Die Behandlung der weiblichen Fruchtbarkeitsstörungen
Im Ayurveda kann man in den meisten Fällen weiblicher Fruchtbarkeitsstörungen sehr viel tun. Intensive Reinigungskuren (Panchakarma) und Heilpflanzen, die effizient den Stoffwechsel verändern und gezielt die gewünschten Gewebe aufbauen, bewirken oft schon große Erfolge. Aber auch wenn die Ursachen anders gelagert sind, beispielsweise bei hormonellen oder konstitutionellen Störungen, gibt es sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Eine Heilpflanze, deren Heilkraft für den weiblichen Organismus so groß ist, dass wohl keine andere ihr ebenbürtig sein dürfte, ist Ayurveda-Ernaehrung/Ayurvedische-Kraeuter/Shatavari/">Shatavari, ein indisches Spargelgewächs. Die Wirkungen von Ayurveda-Ernaehrung/Ayurvedische-Kraeuter/Shatavari/">Shatavari auf den weiblichen Organismus sind so vielfältig, dass ich mich hier nur auf die für eine Schwangerschaft wichtigsten beziehen möchte. Ayurveda-Ernaehrung/Ayurvedische-Kraeuter/Shatavari/">Shatavari reinigt die Schleimhäute der weiblichen Fortpflanzungsorgane und baut sie optimal für die Schwangerschaft auf. Viele frühere Verletzungen oder Operationsfolgen in diesem Bereich können damit wieder regeneriert werden. Ayurveda-Ernaehrung/Ayurvedische-Kraeuter/Shatavari/">Shatavari hat auch einen starken hormonstimulierenden Effekt. Hormonelle Störungen können damit ausgeglichen werden, ohne die gefürchteten Nebenwirkungen von Hormonpillen. Auch während der Schwangerschaft ist Ayurveda-Ernaehrung/Ayurvedische-Kraeuter/Shatavari/">Shatavari sehr wichtig, da es kaum etwas Besseres gibt, um das Knochengerüst des Embryos zu stärken und gleichzeitig die Frau vor Mangelerscheinungen zu bewahren. Aber auch der mental beruhigende Effekt von Ayurveda-Ernaehrung/Ayurvedische-Kraeuter/Shatavari/">Shatavari ist besonders in der Schwangerschaft nicht hoch genug zu schätzen. Die konstante Einnahme hilft außerdem, den Geburtsvorgang bestens vorzubereiten und Komplikationen zu mindern.

Eines muss man jedoch bei all diesen Behandlungen immer mitbringen, und das ist Geduld. Lieber braucht die Empfängnis ein halbes Jahr länger, als dass Komplikationen oder gar Abortgefahr während der Schwangerschaft auftreten. Die Natur lässt sich nichts aufzwingen, und wenn doch, dann hat es nicht selten einschneidende und unerwünschte Konsequenzen.

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