Wie schwer es ist, sich zu entspannen, wird uns erst bewusst, wenn wir unsere Tätigkeiten ruhen lassen. Viparita karani hat eine physiologische Wirkung, die man sogleich spüren kann Entspannen – das hört sich an wie »nichts tun«. Man legt sich hin und schließt die Augen. Und dann kommt die Entspannung. Kleine Kinder können unter fast allen, auch ungünstigen Umständen schlafen. Sie nehmen sich ihre Ruhe, wenn sie sie brauchen. Als Erwachsene ist uns dies nicht möglich. Nicht nur, dass wir zeitlich eingebunden sind und diesbezüglich weniger Freiheit haben; wir haben Tätigkeiten auszuführen, wir sind unseren Mitmenschen verpflichtet, wir wollen etwas erreichen. Aber auch, wenn wir Pause haben, Feierabend oder Ferien, fällt es uns schwer zu entspannen. Das Leben in unserer Gesellschaft erfordert, dass wir uns die meiste Zeit des Tages zusammennehmen; und wir können das nicht einfach sein lassen, wenn wir nichts zu tun haben. Unser Körper signalisiert uns Wünsche, denen wir oft nicht unmittelbar nachgeben können. Wegrennen, jemanden umarmen, kämpfen, schlafen, essen. Wir müssen unsere instinkthaften Regungen aggressiver Art oder das Verlangen nach Lustbefriedigung zügeln. Die Vernunft und der Wille sind Instanzen in uns, welche vermitteln zwischen dem, was von innen triebhaft erfüllt werden will, und dem, was nach außen möglich und der höheren Einsicht nach sinnvoll ist. Diese inneren Impulse haben auch körperliche Begleiterscheinungen. Hormone werden ausgeschüttet, der Puls wird schneller, die Muskeln werden in Bereitschaftszustand versetzt, eine Vielzahl vegetativer Veränderungen tritt ein. Wird das Verlangen nicht erfüllt, bleibt unter Umständen dieser dann nicht angemessene körperliche Zustand erhalten. Wir sind im Stress. Dazu kommt noch der emotionale Aspekt der eventuell nicht ausgedrückten Trauer über entgangene Freude oder der Wut, welche sich nicht entladen konnte. Das bedrückt und beschäftigt uns eine Weile; allmählich kommt das Kreisen um diese Angelegenheit zur Ruhe, und wir können uns wieder den anstehenden Dingen […]

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