Archetypen, die uns durch das Jahr begleiten. Über die Kräfte, die den Jahresanfang prägen.
Es gibt eine Stille, die nicht schlummert, sondern entlarvt. Man sitzt dann da, zwischen den ausgebrannten Resten eines Feuerwerks, das mehr versprochen hat, als es halten konnte, und dem ersten leeren Kalenderblatt, das einen anstarrt wie ein unausgesprochenes Geständnis. Und in diesem Blick wird klar: Das ist eine Schwelle – kein festlich dekorierter Übergang. Vielleicht fühlen sich Neujahrsgedanken deshalb so zäh an, so tastend, als würden sie erst durch Schichten aus Müdigkeit und altem Bedeutungsstaub sickern müssen, bevor sie Form annehmen. Im Januar und Februar herrschen außen Saturn und Uranus, aber innen der Mond. Der stille Beobachter. Er zwingt uns zu nichts – aber er belichtet. Und oft belichtet er genau das, was wir monatelang im Überfluss und Überdruss der alltäglichen Geschäftigkeiten übertönten.
Der Wintermond weckt ins uns Fragen, die der August belächelt und verdrängt. Aber im Februar? Da werden sie zu Leitsternen. In Der Kosmos in uns habe ich geschrieben, dass das Außerordentliche sich zeigt, wenn wir aufhören, es festhalten zu wollen; dass Gott uns nur im Zwielicht begegnet, im Zwischenraum. Der Wintermond ist genau dieses Zwielicht. Eine Klientin sagte kürzlich zu mir: „Ich habe das Gefühl, ich m