Neues Wissenüber weitgehend unbekannte Körperstrukturen.
Die Anatomie ist die Lehre von der inneren Beschaffenheit des Körpers. Das Wort kommt aus dem Altgriechischen von ana = „auf“ und tome = „Schnitt“ oder „Schneiden“, also das Betrachten durch ein Öffnen und Zerlegen des Körpers oder einzelner Körperteile und Organe – daher rührt unser anatomisches Wissen. Zerlegt werden kann allerdings nur ein toter Körper, und ein solcher unterscheidet sich ganz wesentlich von einem lebendigen Körper. Somit kann uns die Anatomie nur rudimentär etwas über unseren Körper erzählen. Dass sie die Seele, das ureigentlich Belebende, nicht findet, besagt der bekannte Spruch eines Chirurgen: „Ich habe schon Tausende von Körpern aufgeschnitten, aber so etwas wie eine Seele habe ich dort nie entdeckt.“ Der Anatomie liegen aber in der Regel keine lebendigen Organe oder Körperteile vor, die sie beschreiben könnte.
Totes Gewebe jeglicher Art ist kein lebendes Gewebe, seine Strukturen verändern sich mit dem Aushauchen des Lebens. In einem toten Muskel ist nicht mehr die Kraft eines lebenden Muskels zu erkennen. In einer toten Nervenbahn können nicht die vitalen Impulse gesichtet werden. Ein totes Herz ist erschlafft, wie soll sein ehemals kraftvolles Schlagen noch herausgelesen werden? – So nimmt es nicht wunder, dass als aktuelles Beispiel auch die Bedeutung des Interstitiums für d