Gefühle aus dem Blickwinkel der Integrativen Yogapsychologie: über Emotionen als Färbungen des Raumes unserer Wahrnehmung, ein breites Gefühlsspektrum als Aspekt psychischer Gesundheit und die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit den eigenen Schatten.
In unserer Kindheit und Jugend erleben wir uns häufig in einem schillernd bunten Nebel aus unterschiedlichen Gefühlen, Empfindungen und Bedürfnissen. Alles ist, wie es ist. Schön, traurig, überwältigend, herausfordernd. Irgendwann entsteht dann die Frage: Wer bin ich in diesem Strom ständig wechselnder Erfahrungen? Und wenn ich mir meiner selbst klarer werde: Wie kann ich mich anderen zeigen, sichtbar und verständlich werden?
Der Zugang, welcher sich mir für diese Suche öffnete, führte zunächst über die Kunst. Künstler bringen sich nicht nur zum Ausdruck, vielmehr ist ihre Arbeit oft ein Ausdruck ihrer Suche nach sich selbst. Und wie bei der Selbstfindung geht es in der Kunst nicht um Schönheit oder Gefallen. Es geht um die Frage: Wie kann man das Wesen der Dinge, also auch sein eigenes, zum Ausdruck bringen?
Der frühere Ministerpräsident von Frankreich, Georges Clemenceau, sagte über seinen Freund Claude Monet: „Er hat das Licht gewählt, was nicht schlecht ist.“ Man könnte meinen, dass diese Perspektive eine sehr heilsame Wirkung hat. So heißt es bei Patanjali auch: „Unsere Psyche (Chitta) wird klar, wenn wir u