Die Sehnsucht nach der Ewigkeit – oder der Gesang vom Ende des Anfangs aller Anfänge
Lauschst du manchmal dem Gesang des Windes, kannst du lesen was in deinem Herzen geschrieben steht – kannst du dich öffnen für die Sprüche an den Wänden der Stadt und die Schmerzen, mit denen sie geschrieben wurden?

Oder sind das nur Schmierfinken, Illusionen und Hormonzuckungen?

Welch wunderschöner Klang dringt an mein Ohr. Es ist das Lied, das ich lieb, es ist der Klang den ich mag, es ist das liebliche Summen von 9 Milliarden Fahrrädern im Himmel einer Stadt. In meinem Penthouse in Hong Kong dringt dieser Klang zu mir an mein Ohr. Er verführt mich zum Träumen.

Es ist der Traum vom Anfang aller Anfänge. Am Anfang aller Anfänge war ein Hallen in der Weite. Doch am Ende aller Anfänge war die Geburt der Sehnsucht nach dem Ewigen. Das Achten auf den Ayurveda.

Ayus (das Leben) kommt von der Wurzel aui, genau wie das deutsche Wort Ewig. Veda, wo liegen die Wurzeln des Wortes Veda?

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Weißt du mein Freund, am Ende des Anfangs aller Anfänge trafen sich der Sage nach die Maharishis (die großen, weisen Zauberer) an einem wunderschönen Ort in den Bergen. Dieser Ort war einer der Lieblingsorte der himmlischen Bewohner, der Engel und Götter.
Kennst du so einen Ort? Es ist ein spezieller Ort, ein Ort der Stille und zur selben Zeit des Trubels, der in Jubel übergeht.

Vielleicht kennst du diese Orte, diese Orte des Lichtes, an denen du die Stille hören kannst. Glaube mir, nichts ist lauter als die Stille. An einem solchen Ort kamen die Rishis zusammen. Wie haben sie diesen Ort gefunden?

Oh, ganz einfach, so wie du diesen Ort auch immer wieder findest. Du weißt es doch, du wirst doch von Zeit zu Zeit förmlich angezogen von diesem speziellen Ort. So findet man ihn. So findet dieser Ort dich. Achte auf den Stern, der dich führt, den strömenden Fluss, der dich ergreift. Es wurde schwer für die Rishis, in ihrer Art und Weise zu leben und zu überleben. Sie zogen sich immer mehr zurück, bis sie an diesem Ort ankamen. Als 9 mal 12 Weise versammelt waren (9 ist die Weisheit; 12 ist die Zeit), also 108, entstand eine solche Kraft, dass einer von ihnen zum König der Götter getragen wurde.

Kennst du diesen Zustand, in dem du zu dem König deiner Götter getragen wirst? Dort liegt der Beginn des Vedas, doch hören wir zu, was weiter geschah.

Der König der Götter sprach zu dem einen: „Endlich, ich freue mich, dass du den Weg zu mir gefunden hast.

Wann immer die Menschen beginnen, in Städten zu leben, und die Wasser verschmutzen, blind werden für das „woher und wohin“, die Winde sich zu Stürmen aufblähen und die Menschen eine Regierung brauchen, um sich nicht gegenseitig zu erschlagen, werden die Weisen so wie du einen Weg zu mir finden“.

Da wurde es dem einen schwer ums Herz: „Was ist falsch an einem Leben in der Stadt? Sollen wir den König stürzen?“

„Nein, nein“ sprach der König der Götter, „lass die Bürde auf deinem Herzen fallen, alles ist gut, ich will dir singen von der Ewigkeit und hör gut zu, damit du es später mit jedem teilen kannst.

Schau zum ersten Punkt, dem Leben in der Stadt, es ist nicht die Stadt, die dich einsam macht, es sind die Mauern, die Mauern zur Verteidigung, sie geben dir die Illusion einer Sicherheit und nehmen dir unbemerkt die wirkliche Sicherheit. Diese liegt in der Unausweichlichkeit der Liebe und des Todes. Wofür bist du bereit zu leben und zu sterben? Was ist dir heiliger als dein Profit auf dem Marktplatz deiner Stadt? Finde nur dieses wieder, dies ist das erste von fünf großen Geheimnissen, auf denen alles basiert. Diese Kraft, die alles zusammen hält und allem eine Form gibt, ist die Kraft der Mutter Erde, die Kraft von Prthivi (Stabilität).

Das Zweite folgt daraus, es sind die verschmutzten Wasser, die Kraft von Apa (dem Fließenden). Dem Fließenden darf nichts im Wege stehen, es darf nicht aufgehalten werden. Dein Rasa (Leidenschaft/ Erregung/ Geschmack) muss fließen und alles erneuern. Wenn er aufgehalten wird, wird er faulig. Halte den ewigen Fluss, die ewige Veränderung nicht auf. Halte nicht fest an falsch verstandener Stabilität, denn sonst verlierst du das Dritte. Das Dritte ist das Sehen Können woher und wohin alles geht. Wenn deine Leidenschaft versiegt und nichts sich mehr verändern darf, alles so bleiben muss wie es war, wirst du blind für deine Träume, blind für deine Visionen, blind für die Zusammenhänge von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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