Mit Leichtigkeit in die Tiefe gehen: Adelheid Ohlig, die Begründerin des Luna Yoga, über ihren Übungsstil, der Wandel und Individualität berücksichtigen möchte
Vor 25 Jahren mit 15 Jahren Yogaerfahrung hast du Luna Yoga gegründet. Was hat dich dazu bewegt, einen neuen Yogastil in Europa ins Leben zu rufen?
Adelheid Ohlig: Luna Yoga, ein neuer Stil? Ja, wohl doch. Ich entwickelte Anfang der 80er Jahre eine eigene Methode, da ich bei meinen Ausbildungen im Yoga in Indien, Kanada und Deutschland die Unterscheidungskraft vermisste: Alle Übungen sollten allen passen. Das passte mir nicht und ich spürte hin, was mir gut täte.
Da Yoga eine Erfahrungswissenschaft ist, nahm ich mir die Freiheit, eigene Forschungen zu betreiben. So entdeckte ich etwas heute allgemein Anerkanntes: Verschiedene Menschen brauchen unterschiedliche Übungen, bzw. adaptieren sie ihrem eigenen Körper, ihrer Befindlichkeit gemäß.
Gyöngyi Hajdú: Luna, der Mond weist auf Zyklen und Rhythmen hin, auf Launen und auf die Wechselhaftigkeit des Lebens. Wie beeinflussen uns die Mondstrahlen?
A.O.: Luna, der Mond: ich mag ihn in seiner Wechselhaftigkeit, mit seinen Phasen, seinen unterschiedlichen Formen. Für mich ein deutliches Sinnbild für Wandlung und Vielfalt. Ich glaube, dass der Mond uns ähnlich beeinflusst, wie er die Gezeiten beeinflusst, da wir zum Großteil aus Wasser bestehen. Messbar ist d